Pannobile:
Markengemeinschaft aus Gols (Neusiedlersee); auch für warmes
Klima im Osten = pannonische Tiefebene.
Panschen:
Österreichische Bezeichnung für unerlaubte
Zugaben in den Wein.
Parfüm:
An dieser Stelle für ein wohlriechendes Bouquet
des Weines.
Passé:
Aus und vorbei; der Wein ist drüber; zu lange
gelagert.
Pegelwein:
Sinnvoller Beginn einer Blind-Verkostung, damit sich
die Verkoster in der Bewertung orientieren können. Wird leider
selten eingehalten.
Perlwein:
Frizzante.
Peronospera:
Falscher Mehltau; Pilzkrankheit des Rebstocks.
Pestizide:
Pflanzenschutzmittel.
Petroleum:
Angeblich eine Geruchskomponente bei älteren Rieslingen
(Wachau).
Pfefferl:
Pfeffergeschmack im Abgang; kommt vor allem bei der Sorte
Grüner
Veltliner vor. Weiters bei Cabernet Sauvignon und unreifem Syrah.
Pferdeschweißton:
Wahrscheinlich durch zu trockene Lagerung
des Weines in Holzbehältissen.
Erinnert an Pferdeschweiß und ist nur für Reiter erkennbar.
Phenole:
Große, wichtige Gruppe reaktionsfreudiger chemischer
Verbindungen, deren Grundbaustein Phenol ist. In blauen Trauben höher
als in den weißen. Den größten Anteil besitzen ausgereifte
Trauben. Ist auch für die Lagerung wichtig. In der Jugend schmecken
Phenole oft hart und bitter, mit der Flaschenreife sterben sie ab
und fallen als Depot aus. In trockenen Weißweinen eher unerwünscht;
besonders in trockenen Jahren hoher Anteil an bitteren Geschmacksstoffen.
PH-Wert:
Wert für die Konzentration der Säuren.
Phyloxera:
Reblaus, die den Saft der Rebwurzelt aussaugt, dadurch
stirbt die Rebpflanze. Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts waren
fast alle Weingärten
Europas davon betroffen. In Südamerika nicht, dagegen in den
siebzigern Jahren des 20. Jahrhunderts war Kalifornien davon betroffen.
Physiologische Reife:
Wenn die Traube im Herbst dem Winzer schmeckt,
dann wird gelesen. D.h. alle Inhaltsstoffe müssen harmonisch
zueinander passen: Frucht, Süße, Säure. Obligatorisch
wird noch mit dem Refraktometer der Süßegrad der Beeren
gemessen und danach der Lesezeitpunkt vorgenommen.
Pikante Säure:
Wenn ein Wein geprägt von der (reifen)
Weinsäure geprägt
ist, spricht man von Pikanz.
Pinot:
Hauptname mehrerer französischer Rebsorten, die auf
die Pinot-Traube zurückzuführen ist (franz. pin = Kiefernzapfen).
Pinot blanc:
Weißburgunder.
Pinot noir:
Blauburgunder.
Pirat:
Kein Freibeuter der Meere, sondern eine Bezeichnung für
einen bei einer Blind-Verkostung zusätzlich gereichten Wein,
der als solcher nicht vorgesehen war.
Plump:
Schwerer Wein ohne Finesse (Säure fehlt); einfach.
Plutzer:
Bauchiges Wein-Tongefäß; wird für den
Uhudler (Südburgenland)
verwendet und vermarktet.
Pneumatische Presse:
Hat die Baumpresse abgelöst und ermöglich
ein sanftes Pressen des Trauben-Materials, um die Traubenkerne nicht
zu verletzten.
Prädikate:
Einerseits ein durch das Mostgewicht bestimmte
Unterscheidungsmerkmal (Deutschland, Österreich), andererseits
Auszeichnungen für
Weine bei Prämierungen.
Prädikatswein:
Spätlese, Auslese, Strohwein, Eiswein,
Beerenauslese, Ausbruch und Trockenbeerenauslese.
Premium:
Bezeichnung für Wein der höheren Qualitäts-
und Preisstufen.
Pressen:
s.u. Keltern.
Primärfrucht:
Jede Sorte besitzt eine mehr oder weniger ausgeprägte
Primärfrucht,
die mit Lagerung in der Regel von sekundären und tertiären
Aromen abgelöst wird. Gutes Beispiel: Traminer - Jugend: frische
Rosen; dann verwelkte Rosen und später getrocknete Rosen.
Primäres, sekundäres und tertiäres
Stadium:
s.u.
Primärfrucht.
Primeur:
Bezeichnung für bestimmte, sehr jung auf den Markt
kommende Weine (z.B. Beaujolais Nouveau, Junge Österreicher).
Primus Carnuntum:
Markengemeinschaft aus Carnuntum; Jungwein.
Propfrebe:
s.u. Veredlung
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