Macération
Carbonique:
Kohlensäuremaischung.
Maderisiert:
Irrtümlich für Weine bezeichnet, die oxidiert
sind. Dieser Begriff sollte bei alkoholstarken Weinen Anwendung finden,
die - meist durch Erwärmung leicht oxidiert - einen Madeira-ähnlichen
Geschmack erhalten haben. Früher wurden auch viele Sherry so
behandelt, in dem man die Fässer im Freien aufgestellt hat und
sie in der Sonne "braten" ließ. Solche Weine sind
heute kaum mehr mehr anzutreffen.
Magnum:
Flasche mit 1,5 Liter Inhalt.
Maische:
s.u. Gärung.
Die festen Stoffe der Trauben (ohne Stiele). Die erste Stufe der
Weinbereitung. Die zweite ist dann die Gärung, nachdem man die
festen Bestandteile entfernt hat.
Maischestandzeit:
s.u. Gärung
Makroklima:
Regionalklima im Umkreis von zehn bis hunderte Kilometer.
Malolaktik, Malolaktische Gärung:
zweite Gärung, in dessen
Verlauf die aggressive Apfelsäure
in die weichere Milchsäure umgewandelt wird; der Wein wird samtiger,
weicher im Geschmack. Vor allem bei der Rotweinerzeugung eingesetzt.
Malvasier (Frühroter Veltliner):
Stammt wahrscheinlich aus
dem norditalienischen Valtellina und ist eine der ältesten in Österreich
gezogenen Sorten, die ursprünglich meist im Mischsatz "versteckt" war
und als Tafeltraube beliebt war.
Martiniloben:
Brauchtum im November.
Massenertrag:
In der Regel: große Ertragsmenge=geringe Weinqualität.
Master of Wine:
Berühmteste und anspruchsvollste Qualifikation
im Weinhandel, ein Titel, den man durch Bestehen einer jährlich
im Mai vom Institute of Masters of Wine (London; 1955 gegründet)
abgehaltenen Prüfung erwirbt.
Matthias Corvinus:
Markengemeinschaft aus Retz (Weinviertel).
Mäuseln:
Weinfehler. Macht sich am Gaumen durch einen Mäuselton
bemerkbar.
Medizinalwein:
Wein mit Zusätzen; darf nur in Apotheken abgegeben
werden; unterliegt nicht dem Weingesetz.
Meisterweine:
Gemeinschaft von Weinbau- und Kellermeister aus Niederösterreich.
Mehltau:
Echter; Falscher. Zwei Rebstockkrankheiten.
Mengenbeschränkung:
Wurde 1991 ins Gesetz aufgenommen; legt
die Erntehöchstmengen
pro Hektar bei Qualitäts-, Land- und Prädikatsweinen fest.
Merlot:
Blaue Rebsorte; berühmt für Rotweine aus St.
Emilion und Pomerol (Frankreich). In Österreich geringe Fläche.
Mesoklima:
Lagenklima; Topoklima. Zwischenbereich zwischen dem
Makroklima und Mikroklima; zehn bis einige hunderte Meter.
Meßwein:
Wein für die hl. Messe; darf weder aufgebessert
noch entsäuert
werden.
Met:
Honigwein, Obstwein.
Metallgeschmack:
Selten; einerseits durch zu lange Lagerung in
Metallbehältnissen,
andererseits mineralische Spurenelemente im Wein.
Méthode champenoise:
Das in der Champagne entwickelte klassische
aufwendige Verfahren zur Herstellung hochwertiger Schaumweine. Begriff
innerhalb der EU nur für Produkte aus der Champagne erlaubt.
Methusalem:
Große Flasche, deren Inhalt sechs Normalflaschen
entspricht.
Mikroben:
Mikroorganismen.
Mikroklima:
Im Weinbau handelt es sich um bestimmte Stellen zwischen
den Rebzeilen oder in einer gewissen Höhe über den Boden.
Weicht oft vom Makroklima ab, da dieses durch Boden- und Laubarbeit
sowie durch Reberziehungsformen nicht beeinflußt wird.
Mikrooxydation:
Ausbau in kleinen Holzfässern (Barriques);
i.Ggs zum reduktiven Ausbau (Stahltanks). Das Holz ist luftdurchlässig.
dadurch reift der Wein, während er im Stahl luftdicht abgeschlossen
ist.
Milchsäurestich:
Milchsäure ist eine milde Säure
im Wein. "Stich" bezeichnet
einen Wein, bei dem der biologische Säureabbau nicht perfekt
verlaufen ist. S.u. Gärung, Säureabbau.
Mild:
Wein mit geringer Säure bzw. Tanninen.
Mineralische Note:
Bestimmte Weine weisen mineralische Geschmacksnoten
auf, die von bestimmten geologischen Verhältnissen (etwa Schiefer,
Marmor) stammen; z.B. Wachau. Besonders in trockenen Jahrgängen
ist der mineralische Ton stärker, da die Wurzeln tief ins Gestein
hinunterführen und dort Feuchtigkeit aufnehmen, damit auch mineralische
Substanzen.
Mischung vs. Gespritzter:
Beliebtes Getränk aus Wein und Mineralwasser
(in der Steiermark Mischung).
Mollig:
Milde Weiß- und Rotweine; bei Weinen i.d.R. mit Restzucker.
Morillon:
Bezeichnung für Chardonnay in
der Steiermark; in Nordostfrankreich für Pinot Noir und früher
in Chablis für Chardonnay.
Most:
Traubensaft vor der Gärung Zwischenstadium zwischen
Traubensaft und Wein.
Mosterwärmung:
Geringe Erwärmung des Mostes, um den Gärstart
zu beschleunigen; bestimmte Hefen wirken erst ab einer bestimmten
Temperatur.
Mostgewicht:
Maß für den Reifegrad der Trauben; die
Grundlage bildet die Konzentration der im Traubensaft oder Most gelösten
Inhaltstoffe. Diese bestehen zu etwa 90% aus vergärbaren Zucker.
Etwa 16 Gramm Zucker ergeben 1% Alkohol.
Mostkonzentration:
Einerseits die Dichte an Zucker im Most, andererseits
Verfahren, um den (verwässerten) Most zu konzentrieren.
Mostkühlung:
Der Most wird gekühlt, damit eine bestimmte
Temperatur nicht überschritten
wird und eine Oxydation verhindert.
Mostwaage:
s.u. Öchsle, KMW.
Aber auch das Wiegen der Trauben und die Messung von Zucker bei der
Traubenübergabe (Genossenschaften) der einzelnen Mitglieder/Winzer.
Mostwäger:
Stellt bei der Traubenübernahme das Gewicht
und den Gehalt an Zucker (Qualitätskontrolle) fest.
Müller Thurgau:
Leicht muskatig, rund, weich.
Diese Rebsorte verdankt ihren Namen dem Schweizer Botaniker Hermann Müller
aus Thurgau und entstammt einem seiner Kreuzungsversuche von Riesling mit Gutedel.
In den meisten Fällen erbringt der Müller Thurgau einen eher säurearmen,
runden Wein von leicht muskatigem Bukett und mildem Geschmackseindruck. Abgesehen
von Prädikatsweinen aus dieser Sorte sollte der Müller Thurgau vorzugsweise
im ersten Jahr nach der Lese, also als ganz junger Wein, getrunken werden.
Muffig:
Fehlerhafter Wein mit Schimmelton.
Mulch:
Vor dem Winter wird der Weingartenboden mit organischen
Materialien abgedeckt (oft Stroh).
Muskat:
Eine Geschmacksnote bei der Sorte Muskateller.
Mutation:
Natürliche, genetische Entstehung einer neuen Rebsorte
im Weingarten.
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