DAC:
Ein Diskussionsmodell über eine Neuordnung der österreichischen
Weinanbaugebiete; Qualitätswein DAC ("Districtus Austriae Controllatus")
auf der Basis der derzeitigen 16 Anbaugebiete mit den derzeitigen Qualitäts-Anforderungen
laut Gesetz. Innerhalb der drei großen Anbaugebiete (Niederösterreich,
Burgenland und Steiermark) können - von den Produzenten im Rahmen
der Selbstbestimmung - eigene Anbaugebiete abgegrenzt werden. Diese Weine
tragen die Bezeichnung "DAC". Z.B. DAC Gumpoldskirchen.
Dauben:
Zugeschnittene und gebogene(unter Dampf) Bretter, die beim Fass
die Wandung bilden.
Degorgieren:
Kommt bei der traditionellen Flaschengärung von Schaumweinen
zum Einsatz. Nach Beendigung der zweiten Gärung werden die Flaschen
horizontal für unterschiedliche Zeit gelagert. Schließlich
muß - aus optischen Gründen - die Hefe wieder aus der Flasche
entfernt werden; dazu wird sie erst einmal im Flaschenhals gesammelt.
Klassisches Verfahren dafür ist das Rütteln: In speziellen Rüttelpulten
werden die Flaschen täglich von der waagrechten Position ein Stückchen
mehr auf den Kopf gestellt und dabei gedreht. Um den Rückstand aus
dem Flaschenhals zu entfernen, bedient man sich heute üblicherweise
der Gefriermethode (Méthode à la glace); dabei wird der
Flaschenhals kurz eingefroren, die Flasche geöffnet und dabei der
gefrorene Rückstand herausgeschleudert.
Degustation:
Verkosten von Weinen.
Dekanter:
Behältnisse (zumeist Glaskaraffen), in denen der Wein dekantiert
wird, im Unterschied zur Karaffe, worin eine Flüssigkeit aufbewahrt
wird.
Dekantieren:
Methode, um einerseits den Rotwein vom Bodensatz (Depot) zu trennen,
andererseits um den Wein Luft, Sauerstoff zu geben, damit er sich besser
entfalten kann. Letzteres auch für kräftige Weißweine
im jugendlichen Stadium sehr empfehlenswert.
Dekantierkorb:
Ein Behältnis, in dem der zu trinkende Wein liegend aus
dem Keller (oder Weinschrank) vorsichtig hineingelegt wird, um den Bodensatz
nicht aufzuwirbeln.
Depot:
Auch Bodensatz. Selten bei Weißweinen (Weinstein), sondern
in Flaschen bei Rotweinen älterer Jahrgänge und spezifischem
Ausbau (traditonell und unfiltriert abgefüllt). Depot besteht aus
abgestorbenen Mikro-Organismen, die Farbstoff angenommen haben und deshalb
sichtbar sind. Im Genuß wirken sie sich negativ aus, da sie sich
am Gaumen niederlegen, ähnlich wenn man den Kaffeesud mittrinkt.
Der Wein an sich ist in Ordnung; deshalb sollte die Flasche dekantiert
werden.
Diabetikerwein:
Erlaubte Bezeichnung für Weine mit bis zu 4g/l Restzucker,
die meisten trockenen Weine sind also "Diabetikerweine".
Digestif:
Alkoholisches Getränk, daß nach dem Essen (meist zum
Kaffee) gereicht wird (z.B. klare Brände).
Dionysos:
gr. Weingott; s.u. Bacchus.
Direktträger:
Widerstandsfähige Ur-Reben, die der Reblaus widerstehen
konnten. Aus ihnen wird der "Uhudler" gekeltert, eine Spezialität
aus dem Südburgenland.
Domaine:
(Domäne) franz. Landgut. Vor allem in Burgund gebräuchlicher
Begriff für Weingut.
Domäne:
Begriff im deutschen Weinbau.
Doppel-Magnum:
Dreiliterflasche.
Doppler:
Traditionelle Flaschenform ("Magnum des kleinen Mannes"
- "Österreich-Magnum") mit einem Inhalt von 2 Litern.
Dosage:
Die letzte einem Schaumwein zugesetzte Beimischung zum Auffüllen
der Flasche und Bestimmung für die Süße:
- Extra trocken: unter 6g/l
- Trocken: unter 15 g/l
- Extra trocken: 12-20 g/l
- Trocken: 17-35 g/l
- Halbtrocken: 33-50 g/l
- Süß: über 50 g/l
Es gibt auch Schaumweine ohne Dosage.
Dry:
trocken
"Drüber":
wenn der Wein drüber ist, ist er nicht mehr zum genießen,
gestorben.
Dünn:
Alkohol- und körperarmer Wein.
Durchgegoren:
Der im Most enthaltene Zucker ist fast gänzlich in Alkohol
umgewandelt
Durchrieseln:
Verrieseln; abfallen von Rebenblüten (Gescheinen). |