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Abbeeren:
Auch Entrappen. Das Trennen der Beeren von den Traubenstielen (Kämme
oder Rappen).
Abfüllen:
Auf die Flasche ziehen. Wein wird in Flaschen gefüllt (in
der Regel mittels Kaltsterilverfahren).
Abfüllschock:
Nach dem Abfüllen des Weines kann für einige Wochen
eine Stumpfheit im Geschmack auftreten.
Abgang:
Auch Rückgeruch. Bezeichnet den Nachgeschmack eine Weines.
Man kann ihn auch in Sekunden messen. Desto länger der Nachgeschmack,
desto differenzierter und kompakter der Wein.
Abgebaut:
Der Wein wirkt nicht mehr frisch, hat seinen Höhepunkt überschritten.
Abgerundet:
Rund; Der Wein schmeckt harmonisch.
Absetzen:
s.u. Abziehen, Entschleimen
Abstich:
Das Abziehen des geklärten Weines aus einem Faß vom
Geläger. Besonders bei kleinen Fässern (Barriques) notwendig.
Der Wein wird dadurch von Trubstoffen befreit. Sehr arbeitsintensiv.
Abstoppen:
Unterbrechen der Gärung, um natürlichen Restzucker
zu erhalten.
Abziehen:
Der Jungwein wird vom Geläger getrennt.
Acetaldehyd:
Aldehyd.
Aceton:
Weinfehler; erinnert an Nagellackentferner.
Achte(r)l:
0,125 Liter Wein; im Stehen zu sich genommen heißt es "Steh-Achte(r)l",
wenn man gehen will und sich doch noch nicht losreißen kann; "Flucht-Achte(r)l".
Adstringierend:
Ein stark tanninhältiger Wein; Gerbstoffe (zumeist bei Rotweinen)
hinterläßt am Gaumen einen stark herben, manchmal bitteren
Geschmack, der die ganze Mundhöhle ausfüllt. Wenn er zu stark
ist, wird der Geschmack negativ beeinträchtigt. Tipp: Mit Mineralwasser
den Gaumen durchspülen.
Agraffe:
Kleiner Drahtkorb, mit dem der Korken einer Sektflasche gesichert
ist.
Aldehyd:
"Sherry-Ton", oxydativer Geruch und Geschmack, wird
manchmal auch positiv empfunden.
Alkohol:
Im Lauf der Gärung wird der Zucker ganz oder teilweise in
Alkohol umgewandelt. In einem Wein mit 12%Vol. Alkoholgehalt sind 12 Gramm
Alkohol enthalten.
Alkoholisch:
brandig, breit, scharfer Geschmack; negativ.
Allier:
Departement in Mittelfrankreich; gefragtes Holz von dort. S.a.
Barrique.
Alltagswein:
in der Regel junge Weine, die im ersten Jahr nach der Lese getrunken
werden und sollten; s. auch Tisch (Tafel)- und Landweine. Es sind zumeist
schlichte Weine, die mit der Lagerung nicht besser werden.
Alter:
Relativer Begriff für den optimalen Trinkgenuß eines
Weines. Man sollte eher von Flaschenreife reden.
Almdudler:
Kräuterlimonade
Alte Welt:
Europa, das Mittelmeerbecken, der Nahe Osten und Nordafrika.
Alter, Altwein:
Sobald nach Martini am 11.11. der Heurige angeboten wird, heißt
der vorherige Jahrgang so (beim Heurigen/Buschenschank).
Altfassgeschmack:
Ältere Fässer - oder wenn das Faß zu lange leer im Keller
stand - können einen muffartigen Ton im Wein hineinbringen. Wird
gelegentlich fälschlicherweise auch mit Korkgeschmack verwechselt.
Altl:
Ausdruck für Alters-, Reifegeschmack (Firn).
Altton:
Grundsätzlich wird nach Rebsorten und Weintyp unterschieden. Burgunder-Sorten
etwa entwickeln mit Flaschenlagerung ein typisches "Burgunder-Stinklerl",
Barriqueausgebaute Weine im Alter Kakao- und Tee-Aromen. Eher positiv
zu sehen. Weine, die überlagert sind, entwickeln negative Eigenschaften,
bis hin zur Oxydation.
Amerikanische Eiche:
Dieses Holz gibt einen stärkeren Geruch und Geschmack ("Bounty",
Vanille) an den Wein ab, als andere Hölzer. S.a. Barrique.
In Rioja (Spanien) sehr beliebt.
Ampelographie:
Rebsortenkunde.
Analyse:
Jeder Wein, der in Verkehr gebracht wird, muss sich einer chemischen
Analyse unterziehen lassen, bei der der Wein nach bestimmten (nicht erlaubten)
Zusätzen (z.B. Konservierungsmittel) untersucht wird; ebenso Alkohol,
Säure etc. werden festgestellt.
Anbaugebiete:
Man unterscheidet in Deutschland bestimmte Anbaugebiete, die
im Weingesetz festgelegt sind. In Österreich spricht man von Weinanbaugebieten
(Wachau, Krems, Kamptal, Donauland, Traisental, Weinviertel, Wien, Thermenregion,
Carnuntum, Neusiedlersee, Neusiedlersee-Hügelland, Mittelburgenland,
Südburgenland, Südoststeiermark, Weststeiermark, Südsteiermark).
Anreicherung:
Zuckerzusatz, um den späteren Alkoholgehalt des Weines zu erhöhen.
Die erlaubte Menge ist im Weingesetz festgelegt.
Anschnitt:
Rebschnitt.
Antike Welt:
Ägypten, Armenien, China, Griechenland, Indien, Iran, Kanaan,
Kleinasien, Mesopotamien, Phönizien, Rom, Sumer.
AP:
amtliche Prüfnummer. Jeder österreichische Qualitäts-
und Prädikatswein muß eine Prüfnummer tragen, wenn der
Wein die amtliche Prüfung (sensorische und chemische Analyse) bestanden
hat.
Aperitif:
Sammelbegriff für alkoholische Getränke, die vor einem
Essen gereicht werden.
Apfel-Milchsäure-Gärung:
s.u. malolaktische
Gärung. biologischer Säureabbau
Apfelsäure:
Eine der beiden wichtigsten organischen Säuren im Wein.
Ein hoher Anteil verleiht dem Wein eine frische Note, manchmal eine unreife,
eine saure.
Appellation:
Begriff für eine kontrollierte Ursprungsbezeichnung (z.B. Appéllation
Vosne-Romanée im Burgund).
Ar:
1/100 Hektar.
Aroma:
Stammt aus dem Griechischen und bedeutete ursprünglich "Gewürz".
Meint in der Weinansprache den positiven Geruch eines Weines. Es gibt
Rebsorten, die spezifischen Geruch aufweisen (z.B. Muskat beim Muskateller
oder Pfeffer im Grünen Veltliner). Bei längerer Flaschenreife
entwickelt sich ein Bouquet.
Aromarad:
Systematische Auflistung aller im Wein vorkommende Aromen:
Fruchtig |
Beerenobst: |
Brombeere - Himbeere - Erdbeere
- Schwarze Johannisbeere |
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Stein-/Kernobst: |
Kirsche - Marille - Pfirsich -
Apfel |
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Tropische Frucht: |
Ananas - Banane - Mango - Papaya
- Honigmelone |
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Zitrusfrucht: |
Grapefruit - Zitrone |
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Dörrobst: |
Rosinen - Dörrpflaumen -
getrocknete Feigen |
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Sonstige: |
Erdbeermarmelade - synthetische
Fruchtbrause - Methyl-Anthranilat |
Blumig |
blumig: |
Geranien - Veilchen - Rosen -
Orangenblüten - Linalool |
Würzig |
würzig: |
Gewürznelke - Schwarzer Pfeffer
- Lakritze - Anis |
Nussig |
nussig: |
Walnuß - Mandel - Haselnuß |
Vegetativ |
frisch: |
Trester - frisches Gras - krautige
Pflanzen - grüner Paprika - Minze - Eukalyptus |
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gekocht/konserviert: |
grüne Bohnen - grüner
Spargel - schwarze Oliven - Artischocken |
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getrocknet: |
Heu - Stroh - Tee - Tabak |
Karamelisiert |
karamelisiert: |
Honig - Karamel-Bonbon - Butter
- Sojasauce - (Bitter-)Schokolade - Melasse - Brot (brotig) |
Holzig |
phenolisch: |
phenolisch - Vanille |
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harzig, tanninhältig: |
Zeder |
|
tanninhältig: |
Eiche (z.B. Allier) |
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verbrannt: |
rauchig - verbrannter Toast -
Kaffee |
Erdig |
erdig: |
Staub - Pilze |
|
schimmelig: |
modrig - schimmeliger Kork |
Chemisch |
Petroleum: |
Diesel - Benzin - Kerosin- Teer
- Plastik |
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Schwefelverbindungen: |
nasse Wolle - nasses Hundfell
- Schwefeldioxyd (SO2) - aufflammendes Streichholz - Feuerstein
- gekochter Kohl Stinktier - Knoblauch - Merkaptan - faule
Eier (H2S) - Gummi |
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Papier: |
Filterschichten - nasser Karton |
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stechend: |
Fuselalkohol - Ethanol - Essigsäure
- Ethylacetat |
|
Sonstige: |
Sorbinsäure - Seife - Fischgeruch |
Stechend |
stechend: |
Alkohol |
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kühl: |
Menthol |
Oxydiert |
oxydiert: |
Acetaldehyd |
Mikrobiologisch |
hefig: |
Geläger - Kahmhefe |
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laktisch: |
Milchsäure - Schweiß -
Buttersäure - Sauerkraut |
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sonstige: |
Mäuseharn - Pferdeschweiß |
Alterstöne |
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Juchten - Petrol - Firn - Altl |
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Aromastoffe:
In Österreich für Qualitätswein verboten.
Aromatisiert:
s.u. Würzwein
Asche:
Gesamtheit aller Mineralstoffe und Spurenelemente im Wein. Qualitätsweine
müssen einen etwas höheren Aschegehalt aufweisen als Tafelweine.
Nachprüfen...
Assemblage :
Zusammenstellung (Verschnitt) verschiedener Bestandteile, die
den späteren Wein ausmachen. Z.B. Rückverschnitt mit einem Teil
Wein ausgebaut in Holz und der andere in Edelstahl. Dadurch soll ein gewünschter
Weintypus erreicht werden.
Atmen:
Die Weinflasche Stunden oder kurz vor dem Servieren zu öffnen,
bringt nichts, da die Flaschenöffnung zu klein ist; besser ist Dekantieren.
Aufbessern:
s.u. Anreicherung.
Auffüllen:
Holzfässer müssen regelmäßig aufgefüllt
werden, um eine Oxydation zu vermeiden.
Aufrühren:
Während der Weinbereitung wird in gewissen Abständen
die Hefe aufgerührt, um den Kontakt mit dem Wein zu gewährleisten.
Aufzucker :
s.u. Anreicherung
Auge :
Knospe des Rebstocks.
Ausbau :
Alle Kellerarbeiten von der Gärung bis zur Abfüllung.
Ausbruch:
Weinstil (vor allem im Burgenland), der verwandt ist mit dem
ungarischen "Aszú"=ausbrechen edelfauler (Botrytis cinerea)
Beeren. Ausbruch muß mindestens 27 Grad KMW aufweisen und aus überreifen,
edelfaulen und eingetrockneten Beeren stammen. Liegt quasi zwischen Beerenauslese
und Trockenbeerenauslese.
Ausdünnen :
Im Weingarten werden zwecks Ertragsminimierung Trauben hinuntergeschnitten,
um die spätere Qualität zu erhöhen. Wird teilweise schon
nach der Blüte vorgenommen. Geiztrauben zu entfernen gehört
auch dazu.
Ausgewogen:
Harmonie von Frucht, Süße, Alkohol, Säure und
Gerbstoffgehalt.
Ausg'steckt:
für die periodische Öffnung eines "
Heurigen" wird durch einen am Tor angebrachten Buschen, meist
aus Föhrenzweigen, angezeigt (der /die "
Buschenschank").
Ausgetrunken:
Bezeichnet eine Wein-Position auf der Weinkarte, die nicht mehr vorhanden
ist, die entweder durchgestrichen oder mit einem Stempel "leider
ausgetrunken" versehen ist.
Ausflocken:
Rückstände im fertigen Wein, die unterschiedlicher chemischer
Herkunft (Filterung, Zusatzstoffe) sein können. Nicht unbedingt immer
ein weintechnischer Fehler. Weinkristall-Ausfall gehört nicht dazu.
Auslese:
Prädikatsstufe. Qualitätswein.
Ausstich:
Eine alte klösterliche Bezeichnung für das beste Faß
im Keller (z.B. St. Laurent Ausstich, Chorherrenstift Klosterneuburg).
Austrieb:
Öffnen der Augen (Knospen); je nach Sorte wird unter frühen,
mittleren und späten Austrieb unterschieden.
Avinieren:
Ein Weinglas vor dem Benutzen "weinfreundlich" machen, in dem
man mit etwas Wein das Glas ausspült, um etwaigige Fremdgerüche
(z.B. vom Spültuch oder Schrank herstammend) zu eliminieren. |